Bio Lenticchia – Berglinse

Auch diese kleine hellbraune Berglinse wird wegen ihres aufwändigen Anbaus und dem geringen Ertrag nur noch selten angebaut. Das Linsenkraut wächst nur kniehoch und benötigt zum Ranken allerlei andere Gräser und Kräuterpflanzen in ihrer Umgebung, so sind die Felder im Sommer wunderschön anzusehen. Im Frühjahr allerdings, wo die Gräser und Kräuter schneller wachsen als das Linsenkraut und diese zu ersticken drohen, muss die Familie Angelini mit viel Handarbeit und selektiven Grasschnitt für das Gleichgewicht im Wuchs sorgen. Ende Juli, wenn die Felder abgeerntet werden, muss man dann schon ein wenig in dem Heu nach den kleinen Schoten suchen. Das Heu wird dann wie Getreide gedroschen, um die kleinen Wilderbsen zu erhalten. Aus jeder Samenschote fallen dann nur zwei Linsen heraus. Viele andere Samen der Gräser sind dann ebenfalls mit herausgefallen, die noch in einem Windstrom entfernt werden.
Mit einem feinen und leicht lieblichen Geschmack belohnt die Lenticchie dann die mühselige Arbeit.

Zubereitung und Verwendung:
Diese alte Berglinse ist im Geschmack nicht sehr mehlig, dafür fein und elegant. Sie muss nicht vor dem Kochen eingeweicht werden, sie wird wie Schmorgemüse behandelt. In eine Kasserolle wird etwas Olivenöl gegeben, darin gewürfelte Zwiebeln oder Schalotten angeschwitzt, dann mit etwas Wasser, Gemüsebrühe oder Weißwein angegossen und darin die Linsen gedünstet und immer etwas Wasser nachgegeben. Die Garzeit der Linsen beträgt so nur ca. 10 Minuten bis sie al dente sind. Werden noch Gemüse mit einer längeren Garzeit verwendet, müssen die Linsen erst später zugefügt werden.
Zu den pur geschmorten Linsen passen dann kurz mit geschmorte Pfirsiche, Mango oder Papaya, abgerundet mit etwas schwarzem Balsamico und lieblich, fruchtigen Olivenölen, z.B. No. 2 – Sizilien, No.3 – Kalabrien oder No.29 – Kreta. Als Garnitur passen frisch geschnittene Schnittlauchröllchen dazu.
Da sich die Linsen sehr schnell garen lassen, lassen sie sich auch gut als Unterlage für geschmorte Gemüse verwenden, für die sonst Kartoffeln verwendet werden. Die Linsen werden dann mit etwas Gemüsebrühe püriert, frisch geröstete Sesamkörner eingestreut und als Flan auf dem Teller angerichtet. Auch nur mit roh geraspelten Möhren und Äpfeln darauf und dem kretischen Olivenöl No.29 wird das eine schmackhafte, schnelle und gesunde Mahlzeit.
Die Linsen schmecken auch kalt und es lassen sich daher viele Salate damit ergänzen.

Keine Kommentare bis jetzt.

Schreibe einen Kommentar