Das Prinzip: Großhandel für Endverbraucher

(Auszug aud den Auskünften 2008)

Summiert man alle Vorteile unserer Prinzipien der Olivenöl-Kampagne – Kauf eines Jahresvorrats, Angebote in Großpackungen, das Auslassen von Zwischenhandelsstufen durch direkte Abgabe vom Großhandel an Endverbraucher –, dann ergeben sich daraus erhebliche ökonomische Verteilungsspielräume. Wir nutzen sie seit 10 Jahren für eine faire Entlohnung der Erzeuger (eine die höher ist als am Markt üblich), für eine hohe Qualität und für einen sehr günstigen Endabnehmerpreis. Fairholder statt shareholder nennen wir das gelegentlich.

Preisentwicklung

Trotz unserer recht zurückhaltenden öffentlichen Werbung spricht sich die Qualität unserer nativen Olivenöle herum, und es treten zahlreich Wiederverkäufer mit der Bitte an uns heran, sie doch zu beliefern. Sie möchten natürlich unseren günstigen Preis auch ihren Kunden bieten und erwarten daher von uns einen Preisnachlass von 40% und mehr. Das entspricht der üblichen Zwischenhandelsspanne. Mit unserem Konzept des Großhandels für Endverbraucher haben wir auf diese Spanne von Anbeginn in unseren Preisen verzichtet. Diesen Vorteil möchten wir für Sie erhalten. Daher gibt es arteFakt-Olivenöle weiterhin nicht im Einzelhandel, sondern nur direkt bei uns oder bei einem unserer Netzwerkpartner.

Ein Blick in die Verkaufsregale der Feinkostabteilungen größerer Kaufhäuser macht den Vorteil deutlich, den wir mit unserem Konzept haben. In den Häusern werden unter vielen verschiedenen Olivenölen mittlerweile auch einige Native Olivenöle Extra angeboten, die eine mit der unseren vergleichbare Qualität aufweisen. Die Preise für diese Öle betragen dann allerdings zwischen 22,99 und 59,99 Euro pro Liter. Lediglich die gewöhnliche Massenware oder unklar deklarierte Öle liegen unter oder auf unserem Preisniveau.

Unsere Preisentwicklung seit zehn Jahren:

Das Magazin „stern“ stellte in seiner ersten Ausgabe des Jahres 2008 den „täglichen Preisschock“ als Titelbeitrag heraus und führte dabei u.a. den Anstieg für Speiseöle mit 26,2% für das laufende Jahr an. Davon sind wir zwar sehr weit entfernt, aber eine Preisanhebung können auch wir nicht vermeiden, so gern wir im Jubiläumsjahr darauf verzichtet hätten.

Was ist teurer geworden?

• Mobilität und Transport durch Maut- und Dieselkosten

• Weißblechkanister durch sehr hohe Stahlpreise

• Externe Dienstleistungen

• Erzeugerkosten

• Unsere eigene Arbeit (wir bieten unseren Mitarbeiterinnen, wie jedes Jahr, eine Lohnerhöhung von 3%)

• Energie (das trifft uns weniger, da alle Gebäude in denen wir arbeiten, ökologisch hoch gedämmt und mit Solartechnologie ausgestattet sind)

Diese Steigerungen können wir nicht beeinflussen oder ihnen ausweichen. Deshalb erhöhen wir unsere Preise in diesem Jahr um durchschnittlich 3,8%. Die Übersicht der Entwicklung unserer Preise in den letzten zehn Jahren zeigt, dass wir auch damit wieder im positiven Sinne außerhalb des Trends liegen.

 

Conrad Bölicke, 2008