Olivenöl No. 7 – Die Cooperative Emanuel de Deo

Alle Zeichen stehen auf Erneuerung: Emanuele de Deo, der Namensgeber der Kooperative im apulischen Minervino, war der erste Märtyrer der neapolitanischen Revolution. Er wurde 1792 gehängt, weil er ein Bild des Bourbonen-Herrschers Ferdinand IV. mit dem Messer einritzte – ein symbolischer Protest. Als er den Namen seiner revolutionären Organisation auch unter Folter nicht verriet, musste er sterben, mit gerade einmal 22 Jahren.

Guiseppe und Giulio von der Kooperative De Deo

Ein Interview mit Guiseppe und Giulio von der Kooperative De Deo

Das ist also die Inspiration, der die Kooperative nacheifert, die 1986 gegründet wurde, um den Bauern der Umgebung einen Platz zu geben, an dem sie ihr Getreide trocken und sicher lagern konnten. Bis dahin waren die kleinen Produzenten den Händlern ausgeliefert:  Wenn sie ihre Ernte nicht einfach auf dem Feld liegen lassen wollten, dann mussten sie zu dem Preis verkaufen, den der Händler eben gerade zahlte – und der wusste ja um ihren Druck.

Heute hat die Kooperative 300 Mitglieder und sieben Mitarbeiter: Neben dem Präsidenten Mauro Sciarra ist der wichtigste Ansprechpartner für arteFakt Giulio Sciascia, der in der Kooperative die Olivenmühle – mit ganz besonderem Augenmerk auf die Dekanter – betreibt. „Das ist ja keine einfache Arbeit“, erzählt der gelernte Landvermesser, der 1999 nach seinem Diplom in die Kooperative kam, in der einige seiner Verwandten Mitglieder sind, „mit den Jahren hab ich versucht, das Funktionieren zu verstehen, und nachdem ich den Durchblick hatte, probierte ich, sie zu verbessern. 2005 tauchte Conrad auf, wir haben uns kennengelernt. Auch im Angesicht dessen, was er suchte  – Qualität der Arbeit, Qualität des Produktes – habe ich mich ständig bemüht, mich zu steigern und seinen Bedürfnissen entgegen zu kommen. Heute sind wir immer noch zusammen. Daher denke ich: Er will die Zusammenarbeit, er zählt auf mich, auf die Kooperative.“

Mitarbeiter der Kooperative Emanuele de Deo

Mitarbeiter der Kooperative Emanuele de Deo

Und Präsident Mauro Sciarra erinnert sich, das der Beginn der Beziehung eigentlich gar nichts mit Olivenöl zu tun hatte: „Wir haben uns über den Fußballaustausch kennengelernt“, sagt er,  „Antonio Ippolito machte uns 2004 bekannt –  im folgenden Jahr begann dann die Geschäftsbeziehung zwischen arteFakt und der Cooperativa E. De Deo.“

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