Die Renaissance der alten Land- und Wildsorten der Hülsenfrüchte

Im Trend vegetarischer und veganer Impulse erlangen Hülsenfrüchte in der modernen Ernährung wieder an Bedeutung. Besonders interessant ist dabei die Wiederentdeckung der alten Landsorten und ihrer Wildformen wie z.B. der Ur-Erbse „Roveja“, der „Ceci Neri“, der schwarzen Wildform der Kichererbse, der Ackerbohne „Fave“, der Graserbse „Cicercchia“ oder der Berglinsen. Eine junge Generation italienischer Bio-Landwirte in den karstigen Hochlagen der sibyllinischen Berge von Umbrien und der Murge im nördlichen Apulien bauen sie in aufwändiger Manufakturarbeit wieder an und kreative Köche entwerfen dafür schmackhafte Rezepte für eine moderne Gemüseküche, die auch nach einem langen Arbeitstag noch schnell zu bereiten sind.


Die alten Land-, Wild- und Ursorten verbindet neben einer langen Geschichte, deren Ursprünge außerhalb von Europa liegen, ihre kleine Fruchtform mit wenig mehligem und dafür eher nussartigem und aromatischem Geschmack, als das die heutigen Züchtungen aufweisen. Sie sind reich an Eiweißen (Proteinen), Mineralien und sekundären Pflanzen- und Ballaststoffen. Sehr arm an Fett liefern sie wenig Energie und essentielle Fettsäuren, weshalb native Olivenöle gute Begleiter dieser Hülsenfrüchte sind.

In dem sechzig Einwohner zählendem Dorf Trivio bei Monteleone bei Spoleto, in 900 Meter Höhe gelegen, hat sich die Familie Angelini darauf spezialisiert, nicht nur die Roveja wieder zu neuem Leben zu erwecken, sondern auch andere vergessenen Hülsenfrüchte und Getreide, wie das Emmer Urkorn und den Dinkel. Ihre Felder reichen bis in 1.200 Metern Höhe hinauf und wie früher, als man das noch nicht so nannte, setzen sie dabei auf konsequent biologische Anbauweisen.

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