Ein Reisebericht von Maik Bunke-Emden – November 2007

Sechs Tage im Südosten Italiens

07.11.2007
Um  4.20 Uhr in der früh klingelte mein Wecker – welch‘ unmenschliche Zeit und doch schaffte ich es keine Stunde später an Gleis 7 des Bremer Hauptbahnhofs zu stehen. Dort trudelten nach und nach sieben weitere Mitreisende ein und komplettieren die „Reisgruppe Bremen“. Die Bahn kam wieder mal – aufgrund von Bauarbeiten  – zu spät. Da wir über ein einigermaßen komfortables Zeitpolster verfügten, bestiegen wir gelassen den Eurocity 7 nach Köln. Neue Abfahrtszeit ca. 5.50 Uhr (statt 5.40 Uhr). Im Laufe der Zugfahrt verloren weitere 10 Minuten, sodass wir letztlich gegen 9.10 Uhr am Kölner Hauptbahnhof ankamen. Unseren direkten Anschluss via S-Bahn zum Flughafen Köln/Bonn verpassten wir, zwanzig Minuten Zeitpolster erwiesen sich in diesem Fall als zu wenig. Es wurde langsam enger aber die nächste S-Bahn ließ nicht lange auf sich warten. 9.20 Uhr. Ein kurzes Telefonat mit Conrad Bölicke: „Holst Du uns bitte am Gleis ab, damit wir nicht lange umherirren?“ Dieser machte diese Angelegenheit zur Chefsache und keine 15 Minuten später erwartete er uns direkt am Gleis im Flughafen – nun aber schnell. Als wir endlich vorm Abflug-Schalter standen, verblieb uns nicht mal mehr eine halbe Stunde bis zum Abflug. Am Flughafen schlossen wir uns 14 weiteren Reisteilnehmern an, die ihrerseits den Weg nach Köln gefunden hatten. Der Rest war Routine: Boarding, Sitzplatzsuche und los geht’s, Köln – Bari.

Die Flugzeit war mit 2:10 Stunden angegeben, was auch ungefähr hinkam. 12.30 Uhr: Ankunft in Bari. Nachdem ich meinen Koffer unversehrt in Empfang genommen hatte, erspähte ich auch schon unseren Reiseleiter, Dolmetscher und Entertainer Klaus Haase. Erster Vergleich: Köln = grau, Bari = strahlend blau. Vor dem Flughafen wartete auch schon Luigi in einem 13m langen Bus auf uns. Von seinem fahrerischen Können sollten wir uns in den folgenden Tagen noch zur Genüge überzeugen können. Also dann, auf geht’s!

Es wurde der Wunsch geäußert, vor dem Einchecken im Hotel noch eine Kleinigkeit zu essen. Klaus schlug vor, diese Kleinigkeit in einer Bar zu uns zu nehmen und ich staunte nicht schlecht, als der Bus auf den Parkplatz dessen einbog, was bei uns in deutschen Landen einfach Tankstelle genannt wird. In der Tat befand sich im Inneren des Gebäudes neben einem bunt gefächerten Warensortiment auch ein gläserner Verkaufstresen mit Speisen in der Auslage sowie einem extra ausgewiesenen Sitzbereich. Für zehn Euro erwarteten uns Nudeln mit Tomatensauce (wahlweise mit Ricotta oder Parmesan), ein kleiner Salat, Wasser nach Belieben und Espresso zum Nachspülen. Alles in allem nicht schlecht. Gestärkt ging es dann weiter. Es muss so gegen 15.00 Uhr gewesen sein, als wir auf dem Parkplatz des Hotels La Corte di Opaka ankamen; ein typisches „Hochzeitshotel“, welches die harte Währung in erster Linie mit Hochzeitsgesellschaften und Geburtstagsfeiern erwirtschaftet. Da aufgrund von Umbauarbeiten die Anzahl der Zimmer nicht ausreichte wurden Herr Bölicke, die zwei Damen, die erst ein paar Stunden später aus Stuttgart anreisen sollten und ich im unweit entfernten Hotel Canusium direkt im Ort Canosa einquartiert – ein kleines, gemütliches Hotel. Trotz sprachlicher Verständigungsprobleme erwies sich der Besitzer des Hotels (Enrico) als wahre Frohnatur (aus Maik machte er Mikele). In den nächsten Tagen folgte ein allmorgendliches Ritual: „Ciao Mikeeeele!“… „Ciao Enriiico!“, amüsant. Nun hieß es erstmal drei Stunden neue Kraft tanken.

Gegen Abend brachen wir gen Minervino auf. Mittlerweile waren auch die Reisenden aus Stuttgart mit an Bord und unsere Reisegruppe mit 24 Personen komplett. Bereits jetzt trat Luigi (unser Busfahrer) den eindrucksvollen Beweis an, dass ihm das Bus fahren in die Wiege gelegt wurde. Staunenden Blickes beobachtete ich mit welcher Präzision er sein „13m-Vehikel“ durch die engen Straßen von Minervino schleuste. Einige Male dachte ich, das passt niemals und zack, schon waren wir vorbei. Wenn ein Auto im Weg stand, wurde kräftig gehupt und kurze Zeit später kam jemand aus irgendeiner Richtung und fuhr das Fahrzeug beiseite. Lichthupe und Hupe sind Italien gängige Mittel, um sich im Straßenverkehr zu behaupten. Getreu dem Motto: „Wer bremst verliert“. Umso erstaunlicher ist es, dass die Zahl der Verkehrunfälle auf Italiens Straßen äußerst gering sein soll.

Es war bereits dunkel und die kleinen mitunter engen Gassen in der Altstadt waren nett beleuchtet. Apropos Beleuchtung bzw. Strom: Die Verlegung der Stromleitungen kann man wirklich nur als abenteuerlich bezeichnen. Entlang den Häuserfassaden schlängeln sich kreuz und quer unzählige Meter Kabel. Es scheint fast so, dass jeder der Strom braucht, sich diesen einfach von der nächsten Abzweigdose holt. Nichts desto trotz versprüht besonders die Altstadt einen ganz besonderen Charme, wenn auch viele Häuser heruntergekommen sind. Interessant ist auch, dass sich mitunter an einem einzigen Haus ein halbes Dutzend oder mehr Hausnummern befinden, was darüber hinaus bedeuten kann, dass dieses Haus sieben Eigentümer hat. Manche Wohnungen bzw. Häuser sind unbewohnt, was sich häufig schon am äußeren Zustand erkennen lässt. Der anschließende Stadtbummel führte uns unter anderem an der Garage von Antonio Ippolito vorbei, welcher für arteFakt das köstliche Peperoncino-Öl herstellt.

Nach geschätzten zwei Stunden kamen wir hungrig beim Lokal von Nicola an. Nicola erwies sich als wahre Frohnatur und servierte uns an diesem ersten Abend das meiner Meinung nach beste Abendessen während der Reise, was allein schon dem ersten Gang zu verdanken war: Antipasti satt! Auberginen, getrocknete Tomaten, Käse… Immer wieder wurden neue Teller mit anderen Köstlichkeiten aufgetischt. Ein Eis rundete den Festschmaus ab. Zum Abschluss kredenzte uns Nicola eine Art Zitronenlikör mit welchem ich allerdings nicht warm geworden bin. Nach knapp vier Stunden neigte sich der Abend dem Ende zu. Luigi fuhr uns zurück in die Hotels, wo ich dann alsbald eingeschlafen bin. Kein Laut mehr aus Zimmer 206.

08.11.2007
Der Wecker klingelte diesmal zu einer weitaus humaneren Zeit. Unser „Canusium-Quartett“ traf sich im Frühstücksraum bei einer Tasse Kaffee und süßem Frühstück. Gestärkt fuhren wir mit Klaus Pkw zum Hotel Opaka. Beim Hotel Opaka angekommen, erwarteten uns Luigi und die anderen Gäste bereits. Als erstes stand ein weiterer Besuch in Minervino an. Im Zuge dessen wurde die Altstadt noch mal bei Tageslicht besichtigt und das Rathaus mit integriertem Museum besucht. Klaus Haase wusste mit sehr viel Hintergrundwissen zu überzeugen.

Unser Ziel für die Mittagsstunden hieß „Margherita di Savoia“, ein kleines Örtchen mit direktem Zugang zum Meer. Bevor wir uns an der frischen Meeresluft erfreuen konnten, galt es das Mittagessen zu organisieren. Über unseren Busfahrer Luigi bekamen wir die Adresse eines kleinen Lokals ca. 1,5 km vom Strand entfernt. Ein Fall für unseren Italienisch-Experten Klaus, welcher uns ein Mittagessen für eine Stunde später bestellte. So verblieb uns eine Stunde Zeit, um bei T-Shirt-Temperaturen den strahlend blauen Himmel zu genießen und uns an der beruhigenden Wirkung des leichten Wellengangs zu berauschen. Zum Baden war das Wasser sicherlich zu kalt und der Sand lud auch nicht gerade dazu ein, hier die nächste Sandburg aus dem Boden zu stampfen, aber die Aussicht und die sanft anmutende Geräuschkulisse reichte völlig aus, um das Gefühl purer Entspannung aufkeimen zu lassen. Nach einer Stunde kehrten wir in das Lokal ein und aßen zu Mittag. Direkt im Anschluss fuhren wir zum Castel del Monte, das bekannteste Bauwerk aus der Zeit Friedrich des II. (1212-1250), seines Zeichens Hohenstaufer-Kaiser. Die auf einem Hügel erbaute Burg wird auch die „Krone Apuliens“ genannt und ist architektonisch ebenso interessant wie außergewöhnlich – was nicht zuletzt an dem achteckigen Grundriss, den achteckigen Türmen und dem kirchenähnlichen Portal liegt. Auch der Innenhof ist achteckig und nach oben hin offen. Nach einer Stunde des Erkundens machten wir uns wieder auf dem Weg zum Bus.

Am Abend brachen wir erneut gen Minervino auf. Zuerst stand ein Besuch bei der Kooperative de Deo, die seit zwei Jahren unser Olivenöl No.7 aus kontrolliert biologischen Anbau produziert, auf dem Programm. Vor Ort konnten wir uns ein Bild von den technischen Gerätschaften machen, die nötig sind, um aus den geflückten Oliven, Olivenöl zu gewinnen. Sowohl die gewaltigen Mühlsteine, als auch die unterschiedlichen Pressen wussten zu faszinieren. Herr Bölicke persönlich erklärte im Detail, wie die Oliven zu Olivenbrei gemahlen und anschließend gepresst werden. Ergebnis: Flüssiges Gold. An diesem Abend dachte ich noch, dass es schade ist, die Maschinen nur im Stillstand betrachten zu können. Da es scheinbar um diese Uhrzeit nichts zu pressen gab, habe ich mir das Prozedere vor meinem geistigen Auge ablaufen lassen. Eine überaus lehrreiche Stunde, auch wenn der Magen sich bemerkbar machte und die Konzentration nachließ. 

Im Kampf gegen den Hunger kehrten wir kurze Zeit später erneut bei Nicola ein, welcher uns auch diesmal mit Antipasti-Gaumenfreuden verwöhnte und Pizza sowie Obst servierte. Nach ca. zweieinhalb Stunden geselligen Beisammenseins brachte uns Luigi sicher zum Hotel Opaka, wo unser vierköpfiger „Teeclub“ Klaus’ Kleinwagen bestieg, um kurze Zeit später im Hotel Canusium ins Bett zu sinken.

Kleiner Exkurs: Der Frühstückstisch
Kekse, Gebäck, süße Leckereien. Deftiges? Fehlanzeige! Jeden Morgen offenbarte sich ein überaus umfangreiches Büffet. Es gesellten sich Kekse zu Gebäck mit Marmeladenfüllung, da gesellten sich Muffins zu Donuts und sonstigen süßen Versuchungen. Zwischen all diesem Süßwerk fanden sich aber auch meine persönlichen Frühstücksfavoriten: Obstteller, Joghurt und Brötchen, wahlweise mit Nutella, Honig oder Marmelade. In Italien wird mitunter morgens nur eine Tasse Kaffee und ein Keks zu sich genommen und erst gegen Mittag und am Abend der Magen zur Arbeit angeregt. Fazit: Sicherlich ein Stück weit nur Gewöhnungssache, aber auf Dauer nicht ganz meine Welt.

09.11.2007
An diesem Tag standen zwei Premieren an. Zum einen sollte ich zum ersten Mal in meinem Leben Oliven ernten und zum anderen sollte der arteFakt-Patenschaftsolivenhain in Palombaio eingeweiht werden. Nach stärkendem Frühstück brachen wir zum Hotel Opaka auf, um die Reise nach Palombaio zu Franco Cuonzo, seit Jahren unser Produzent des Olivenöls No.7, anzutreten. Dort angekommen, fuhren Franco und seine Tochter Letizia im PKW voraus, Luigi folgte. Wieder mal schleuste er den Bus souverän durch kleine Örtchen und Wege unterschiedlicher Güteklasse. Nach kurzer Zeit erreichten wir den Patenschaftshain Palombaio No.1. Vor Ort zögerten wir nicht lange und begannen mit der Ernte. Auf dem Boden wurden feinmaschige Netze ausgebreitet, so fallen die Oliven relativ weich und können später gebündelt abtransportiert werden. Unter Zuhilfnahme einer kleinen, ca. 15 cm großen Harke, die für gewöhnlich als Kinderspielzeug in der Sandkiste liegt, streifte ich ein paar Oliven in unmittelbarer Reichweite ab. Auf Oliven in höheren Regionen wurde mit Hilfe einer Leiter Jagd gemacht. Als der Großteil der Oliven auf den Netzen lag, wurden die Netze gebündelt und schließlich die Ernte von Blättern und Ästen befreit. Nach eineinhalb Stunden beendeten wir unsere Erntetätigkeit und betrachteten das Ergebnis; sah ganz schön wenig aus.

Nun folgte der zeremonielle Teil des Vormittags, die Einweihung des Olivenhains. Es fanden sich schätzungsweise 70 Personen, u.a. der Bürgermeister, eine Schulklasse sowie einige arteFakt-Freunde, deren Kreis im Laufe der Jahre immer größer wurde, ein. Conrad Bölicke richtete ein paar Worte an den versammelten Kreis. Standesgemäß begossen wir die Einweihung mit einem Gläschen Sekt, gefolgt von einem ausgedehnten Essen. Gegen Nachmittag ergab sich dann doch noch die Gelegenheit, den Prozess der Olivenölgewinnung in Aktion zu erleben. Franco Cuonzo gestattete uns einen Blick hinter die Kulissen. Es war die Gelegenheit, zu sehen, wie aus frisch geflückten Oliven Olivenöl von bestechender Qualität gewonnen wird. Eindrucksvoll! Nach diesem interessanten Erlebnis fuhren wir zurück ins Hotel.

Ausgeruht brachen wir gegen Abend erneut gen Minervino auf, um in einem Lokal zu essen, das am Vorabend ausgebucht war. Der Name des Lokals ist mir entfallen; was in meinen Augen allerdings auch nicht so tragisch ist. Die kredenzten Speisen waren zwar lecker, der Service hingegen ließ stark zu wünschen übrig. Löffel wie auch Zuckertüten übten den Freiflug aus größerer Höhe; die Antipathie des Kellners uns gegenüber war kaum zu übersehen. Fazit: Diesen Besuch hätte man sich getrost sparen können.

10.11.2007
Der Wecker klingelt, die Dusche ruft, das Frühstück wartet; keine Stunde später sitze ich im Bus. Für den Morgen ist ein Besuch in Bitonto angesetzt. Nach rund einstündiger Busfahrt treffen wir vor Ort Franco de Vanna, arteFakt-Freund und hauptberuflich im Dienste der Polizei von Bitonto tätig. Dieser nahm sich die Zeit, um uns die Stadt zu zeigen. Nach wenigen Metern machten wir bereits vor einem kleinen Fischladen halt, welcher mit fangfrischem Meeresgut aufwartete. Ein paar Reiseteilnehmer konnten der Versuchung nicht widerstehen und probierten; mir war heute Morgen noch nicht nach Fisch. Weiter ging’s zur Kathedrale San Valentino, über die uns Franco de Vanna eine Menge erzählen konnte. Direkt im Anschluss machten wir uns auf dem Weg zu Marinelli, einer kleinen, versteckt gelegenen Bäckerei, in welcher die hoch geschätzten Taralli, ein Knabbergebäck bestehend aus Wasser, Olivenöl, Mehl, Wein und Salz, gebacken werden. Vor Ort nahmen wir unser Mittagessen zu uns: Focaccia, eine Art luftiger Pizzateig mit Tomaten, sehr ölig aber lecker.

Da unser Zeitplan eng gesteckt war, mussten wir kurze Zeit später aufbrechen, um die Reise gen Matera fortzusetzen. Es war der kälteste Tag und zu allem Überfluss hatte sich der Reißverschluss meiner Jacke bereits Stunden vorher verabschiedet. Für zwei Uhr waren wir mit Katharina verabredet. Katharina wurde zwar in Deutschland geboren und hat auch dort studiert, letztlich entschied sie sich aber für ein Leben in Italien. Ihr perfektes Deutsch und umfangreiches Wissen bescherte uns zwei lehrreiche Stunden, die sich, bedingt durch die kalte Witterung und meiner zum Umhang degradierten Jacke, frostig gestalteten. In diesen zwei Stunden erfuhren wir einiges über die Besonderheiten dieser Stadt. Ein beachtlicher Teil der ärmeren Bevölkerung wohnte bis vor noch gar nicht so langer Zeit in Höhlen, die in den Fels eingeschlagen wurden. In den Höhlen gab es kein fließendes Wasser und die hygienischen Umstände waren mehr als bedenklich, zumal auch die Tiere in der Höhle gehalten wurden. Wie wir erfuhren, reagierte die Regierung in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Bewohner der Höhlen wurden zwangsenteignet und in Sozialwohnungen im Randbezirk der Stadt übergesiedelt. Heute sind die Höhlenwohnungen weitestgehend wieder restauriert und bewohnt. Bei vielen Häusern befindet sich ein Teil des Gebäudes im Fels, der mit einem Vorbau nach außen vergrößert wurde. Insgesamt beschlich mich in Matera ein merkwürdiges Gefühl, was wahrscheinlich auch auf das Wissen um die Armut und die katastrophalen Umständen, unter welchen die Menschen hier damals in ihren Höhlen lebten, zurückzuführen ist. Schließlich suchte unsere Reisegruppe ein Café auf, wo wir in einem beheizten Raum leckere Heißgetränke zu uns nahmen. Herrlich!

Für den Abend hatte Franco Cuonzo uns zum Abendessen eingeladen. In familiärer Atmosphäre ließen wir es uns mit leckerer Antipasti und Lasagne gut gehen. Zum Abschied bekam jeder Reisende einen Liter frisch gepresstes Natives Olivenöl Extra geschenkt.

11.11.2007
Nach dem allmorgendlichen Ritual stand für diesen Tag der Besuch der Stadt Alberobello auf dem Plan. Das Interessante an der mit rund 11.000 Einwohnern recht kleinen Stadt, ist die Altstadt, die im wesentlichen aus Trulli besteht. Trulli (Ez.: Trullo) sind Kegelbauten aus übereinander geschichteten Kalksteinplatten. Sehr hübsch anzusehen! Die Statd gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. In kleinen Gruppen machten wir uns auf, um die Stadt zu erkunden. Nach knapp zweieinhalb Stunden traten wir die rund zweistündige Rückfahrt an.

Gegen Abend fuhren wir nach Trani. Dort war eigentlich die Besichtigung der Kathedrale San Nicola Pellegrino geplant, nur leider war diese bereits geschlossen als wir dort ankamen. Klaus Haase erklärte uns dann in groben Zügen, wie es im Inneren aussieht und in welchem geschichtlichen Kontext diese Kirche steht. Kurze Zeit später schlenderten wir in kleinen Gruppen durch die Stadt. Ich war erstaunt wie viele Menschen am Sonntagabend in der Stadt auf den Beinen sind. Ungefähr eine Stunde später versammelten sich alle an einem vorher ausgemachten Treffpunkt, um wenig später im „Ristorante Rosa dei Venti“ einzukehren. Dort wurde ein weiterer Antipasti-Traum Wirklichkeit und auch die Hauptspeise war himmlisch. Frau Schmalz-Jacobsen hatte an diesem Tag Geburtstag und bezahlte die Getränke an diesem Abend (Vielen Dank!). Später, nachdem alle gesättigt waren, holte Klaus Haase die Gitarre heraus und wir gaben gemeinsam ein paar Lieder (u.a. Marina) zum Besten. Gesättigt fuhren wir anschließend zurück ins Hotel.

12.11.2007
An unserem letzten Tag stand der Besuch Baris, der Hauptstadt der Region Apulien, an. Da die Zeit bis zum Abflug äußerst begrenzt war, beschränkten wir uns auf die Besichtigung der Kathedrale San Nicola. Danach verblieb uns ungefähr eine Stunde um die Innenstadt zu erkunden. Nach überaus kurzen 60 Minuten trudelten nach und nach alle beim Bus ein und Luigi manövrierte den Bus durch zähen Verkehr zum Flughafen. Abflug Bari um 13.55 Uhr.

Am Flughafen in Köln angekommen nahmen wir unsere Koffer in Empfang und nach und nach zerstreute sich die Reisegruppe in alle Richtungen. Unsere kleine „Bremer Runde“, reiste bequem mit dem ICE gen Heimat. Mit zehn Minuten Verspätung erreichten wir gegen 21.25 Uhr unser Ziel. Was folgte war eine kleine Abschiedszeremonie und die letzte Etappe auf dem Nachhauseweg. Um 21.45 Uhr schloss ich meine Wohnungstür auf…

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