Olivenöl hilft bei Gastritis

Vorübergehende und chronische Gastritisbeschwerden treten immer häufiger auf. Das steht in engen Zusammenhang mit seelischen Anspannungen und positiv wie negativ motiviertem Stress. Die stark verdichteten Leistungsanforderungen unseres Arbeitsalltags gelten als eine wesentliche Ursache dafür.

Was geschieht bei Gastritis?

In die Magenschleimhaut eingebettete Belegzellen produzieren Salzsäure, die bei der Verdauung zur Verflüssigung der Proteine aufgenommener, fester Nahrung und zur Abtötung von Bakterien benötigt wird. Anspannung und Stress können eine Überproduktion der Salzsäure anregen, die beim Verdauungsvorgang nicht ganz verbraucht wird und die Magenschleimhaut verätzt, so dass die empfindliche Magenwand ungeschützt frei liegt. Das macht sich dann u.a. als Sodbrennen bemerkbar. Eine erhöhte Produktion der Salzsäure kann Olivenöl nicht verhindern, dazu müssen die Ursachen behoben werden. Olivenöl kann aber die überschüssige Salzsäure neutralisieren und damit die ständige Verätzung der Magenschleimhaut unterbinden.

Das tägliche Gläschen Olivenöl (ca. 1 EL) muss daher am Morgen, gleich nach dem Aufstehen, auf nüchternen Magen eingenommen werden. (Wenn man das Öl in etwas Möhrensaft einrührt, fällt das leichter.) Das Olivenöl legt sich dann als Film über die Magenschleimhaut und schützt sie vor den Belastungen der Verdauung. Die entzündungshemmende Wirkung von Olivenöl lässt darüber hinaus die Magenschleimhaut unter dem Olivenölfilm rasch wieder gesunden. Gelingt es nicht, die Ursache zu beheben, oder ist bereits das Stadium der chronischen Gastritis erreicht, ist der tägliche Schluck Olivenöl in vielen Fällen nicht nur billiger als die schnelle Pille, sondern auch sehr viel gesünder.

Olivenöl schützt auch den Kuchen und macht ihn locker

Die Funktion von Olivenöl beim Backen zielt nur nachrangig auf eine gesundheitliche Wirkung. Hier werden eher die physikalisch-chemischen Eigenschaften genutzt. Zum einen ist es die Fließfähigkeit des Olivenöls, durch die es bereits mit ca. 60% der im Rezept angeführten Fettmange gelingt, das Mehl fein verteilt und geschmeidig zu einem Teig zu kneten oder zu rühren. 40% weniger Fett – das ist natürlich auch ein Argument für gesündere Ernährung. Die feine und homogene Verteilung des Mehls führt beim Backen zu einer lockeren und luftigen Teigstruktur, die wie ein Hefeteig anmutet. Weil Olivenöl Wasser gut absperrt, schließt es zum anderen die Feuchtigkeit im Kuchen ein und hält ihn so bis zu einer Woche frisch und lecker. Der Kuchen nimmt dabei nicht, wie oft befürchtet, den Geschmack des Olivenöls an, weil die Aromen durch die lange Zeit der Erhitzung im Backofen verrauchen. Aus diesem Grund sollte Olivenöl übrigens auch nur zum Kurzbraten verwendet werden.