Olivenöl schützt und pflegt die Haut

Um haltbare Erkenntnis zu gewinnen, war man früher mehr als heute auf die Empirie, den Versuch und dessen Beobachtung angewiesen. Nach der Überlieferung müssen wir Kleopatra als Empirikerin ansehen vor allem, wenn es um ihre Schönheit ging. Sie badete bekanntlich viel und lange, entstieg aber dem Wasser immer mit runzliger Haut. Vielerlei Mittel soll sie erprobt haben, bis sie – welchem Rat oder Einfall auch immer folgend – sich vor dem Baden mit Olivenöl einrieb. Mit feiner und glatter Haut entstieg sie fortan dem Wasser.

Olivenöl besteht aus sehr kleinen Molekülen, die sich fein verteilen. Gut lässt sich das an der Filmbildungs- oder Fließfähigkeit erkennen. Bereits mit ein, zwei Tropfen können Sie die ganze Hand benetzten. Das Olivenöl gibt man daher nicht in das Badewasser, sondern reibt sich vor dem Baden damit ein und schützt so die Haut vor dem Auslaugen.

Olivenöl ähnelt der Struktur und Wirkung der natürlichen Rückfettung der Haut, die gegen Wasser sperrt und vor schädlichen Umweltangriffen schützt. In Folge von Unachtsamkeit, Unwissen oder aufgrund unserer Lebensweise, funktioniert bei uns dieser Schutz immer schlechter. Das tägliche Duschen selbst ist nicht schädlich, die Verwendung vieler Duschgels „entfettet“ jedoch die Haut und zerstören den natürlichen Schutzfilm, der sich dann über den Tag wieder regenerieren muss. Beim älter werden lassen manche Kräfte nach und auch die Haut hat es dadurch schwerer, schafft es nicht mehr so recht. Viele Ersatzprodukte gegen trockene Haut und Charakterlinien des Lebens, den Fältchen, versprechend dann Abhilfe. Das geht mit Olivenöl auch günstiger und gesünder.

Erkrankungen wie Allergien und Neurodermitis nehmen in dieser Folge bei Kindern wie bei Erwachsenden rasant zu. Luftverschmutzungen und die zahllosen künstlichen Stoffe, die uns umgeben, deren einzelne Auswirkungen meist nur unzureichend und deren Kombinationswirkungen nahezu unerforscht sind, belasten unser größtes Organ, die Haut.

Tipp: Sollte mal etwas Olivenöl auf die Kleidung tropfen, dann reiben sie diese Stelle satt mit einem Geschirrspülmittel ein. Nach der Wäsche ist der Fleck herausgelöst.

Olivenöl unterstützt die Heilung entzündeter Haut

Wer sich, kaum am Mittelmeer angekommen, in die Sonne legt, wird wenig später froh sein, einen erfahrenen Einheimischen zu treffen. Der wird Olivenöl zum Einreiben empfehlen. Bereits nach wenigen Stunden lassen die Schmerzen nach, und man verbringt eine ruhige Nacht. Erst mit der neuen Zeit hat Penatencreme Einzug in die mediterranen Kinderstuben gehalten. Generationen von Babys lernten zuvor Olivenöl buchstäblich in den Windeln kennen. Olivenöl hat antiseptische Eigenschaften und durch sekundäre Pflanzenstoffe, u.a. das Oleocanthal, eine entzündungshemmende Wirkung, wodurch die Heilung einer entzündeten Haut unterstützt wird.

Olivenseife – für die Haut das Beste

Traditionell wird Olivenseife nur aus reinem Olivenöl, Soda und Wasser hergestellt. Dabei werden Wasser und Olivenöl miteinander verquirlt und erhitzt. Ist die Mischung heiß, wird das Soda eingerührt, bis sich eine cremige Masse ergibt. Diese wird dann in Formen gegossen und darin ausgehärtet. Nicht das tägliche Duschen schadet der Haut, sondern die meisten der dabei verwendeten Seifen und Lotionen. Sie zerstören oft den natürlichen Fettmantel der Haut. Das gilt heute auch als eine der Ursachen für die gehäuft auftretenden Allergien. Ab Mitte dreißig lässt die Rückfettungsfähigkeit der Haut nach, die Haut wird trockener und der Schutz wichtiger. Man greift zu Feuchtigkeitscrèmes. Olivenseife jedoch reinigt und baut den Fettmantel der Haut auf. Traditionell hergestellt, ist sie darüber hinaus frei von Konservierungs- und Parfümstoffen, unabdingbar für alle Menschen mit Hautempfindlichkeiten oder -erkrankungen.

Exkurs: → pH-Wert für Seifen

Die Werteskala beschreibt mit 0 bis 7 den saueren Bereich, mit 7 den Neutralpunkt und mit 7 bis 14 den alkalischen Bereich. Schädlich für die Haut sind die Bereiche von 1 bis 3 und von 11 bis 14. Die Haut hat einen pH-Wert von 5,5, für Seifen ist der Bereich von 8 bis 10 zulässig und Olivenölseifen liegen hier im oberen alkalischen pH-Wertbereich.

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