Olivenöl No. 23 – Familie Sinanos

 

Die Tradition

Die meisten Olivenbäume in der Region um Klenia bei Korinth (Peloponnes/Griechenland) sind über 300 Jahre alt. Natürlich haben diese Bäume nicht die Landwirte angepflanzt. Es waren „wilde“ Bäume, die von alleine gewachsen sind und die man hinterher gepfropft hat. Dimitrios Sinanos weiß aus Erzählungen seines verstorbenen Vaters, dass sein Urgroßvater der erste in der Familie war, der sich ausschließlich mit Olivenöl und Molkereiprodukten beschäftigte. Die Olivenhaine hat er seinem Enkel vererbt und der wiederum seinem Sohn Dimitrios.

Maria und Dimitrios Sinanos – mit seiner Mutter, die auch Maria heißt

Maria und Dimitrios Sinanos – mit seiner Mutter, die auch Maria heißt

 

Die Arbeit im Hain in früherer Zeit

Wenn Erntezeit kam, Anfang Dezember, versammelten sich die Familien und bereiteten sich vor. Der Tag fing sehr früh an. Im Dunkeln brachen die Leute schon auf, um zwei bis drei Stunden auf Eseln und Maultieren zum Hain zu reiten.  Es war oft bitterkalt – für griechische Verhältnisse jedenfalls –, und auf dem Weg zum Hain wurden Volkslieder gesungen, um sich etwas aufzuwärmen. Die Oliven wurden von Hand oder mit kleinen, kammartigen Rechen im wahrsten Sinne des Wortes vom Baum gepflückt. Planen hat man aus älteren, zusammengenähten Säcken aus Leinengewebe hergestellt. Diese wurden dann unter den Olivenbäumen ausgebreitet.  Am Abend wurden die Oliven in Säcke gefüllt, auf die Esel und Maultiere geladen, und alle mussten nach Hause … laufen. Kinder und Frauen waren zu Hause geblieben. Die Männer brachten die Oliven zur Ölmühle. Erst wenn man mit der Ernte fertig war, wurden alle Oliven auf einmal verarbeitet. Die alten Mühlen bestanden – ähnlich wie in Messinien oder auf Kreta – aus einem Steinbecken mit zwei großen steinernen Rädern. Dort hat man die Oliven zermahlen und zur Maische verarbeitet. Danach wurde das Olivenöl mit Hilfe einer handbetriebenen Presse ausgepresst.

Die Familie Sinanos

Dimitrios erklärt: „Unsere Familie hat sechs Mitglieder. Tante Eleni (als unverheiratete Frau behält sie sich das Recht vor, ihr Alter nicht zu verraten!); meine Mutter Maria (65); meine älteste Schwester Marina (41); meine Schwester Machi (38); Dimitrios (31) – das bin ich – und meine Verlobte Maria (24). Wir haben noch keine Kinder. Ich habe meinen Schulabschluss auf dem griechischen Lykion gemacht und habe dann eine Landwirtschaftsschule besucht.

Unsere Grundsätze: „Wir versuchen uns immer den Anforderungen und den Gegebenheiten der Gesellschaft und des Marktes anzupassen. Vor allem aber lieben wir unsere Arbeit und sind stolz darauf.“

 

Die Beziehung zu Conrad Bölicke und die Verbindung zu arteFakt

„Die Beziehung zu Conrad und zu arteFakt ist heute enorm wichtig für uns. So war es am Anfang noch nicht, da bestand nicht mehr als eine geschäftliche Verbindung. Freundschaften entwickeln und erproben sich nur im Laufe der Zeit. Und so war es auch mit Conrad und arteFakt. Jahr für Jahr hat sich unser gegenseitiges Vertrauen aufgebaut, unsere freundschaftlichen Bande verstärkten sich. So wurde aus der  geschäftlichen Beziehung  eine feste Freundschaft. Der Kunde wird zum Freund, und es wird einem klar, dass man mehr tut, als Handel zu treiben.

Ich bin mir sehr sicher, dass solch eine Beziehung, wie wir sie haben, nur selten auf dieser Erde vorkommt. Es ist nicht einfach, aus einer geschäftlichen Beziehung eine Freundschaft zu machen. Es heißt, dass neben dir jemand geht, der deine Probleme versteht, der weiß, dass du dir große Mühe gibst, und der dir beisteht, wenn du dich in Not befindest.“

 

Die Veränderungen durch die Kooperation mit arteFakt

Dimitrios erklärt: „Meine Liebe und Zuneigung zur Landwirtschaft, zu den Olivenbäumen, ist auch eine Liebe – oder besser gesagt: eine Leidenschaft – für das Olivenöl geworden. Fast alle Bauern hier lieben ihr Land und ihre Bäume. Sie begießen sie, sie beschneiden sie, sie düngen sie, sie ernten sie. Aber danach scheint sie überhaupt nichts mehr zu interessieren. Als ob die Olivenfrucht und das Olivenöl gar keine weitere Beachtung und Fürsorge brauchen. Als ob ihre Arbeit und ihre Verpflichtungen mit der Ernte aufhören. Was ich aber durch unsere Zusammenarbeit mit arteFakt gelernt habe ist, dass alles dann erst richtig anfängt!“

 

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