Projekt & Unterstützung

Nach geeigneten Vertretern und Vertreterinnen dieser Generation habe ich mich auf die Suche gemacht, zunächst in wirtschaftlich ausgerichteten Fachrichtungen an norddeutschen Universitäten. Wie es wohl dem Zeitgeist entspricht, interessierte die Gesprächspartner dort eher, wie man aus arteFakt ein Franchise-Unternehmen entwickeln und die Gewinnspanne erhöhen könnte. Mit fair-holder statt share-holderkonnte sie wenig bis nichts anfangen.

Vier, die sich trauen

Zukunftswerkstatt

An der Kunsthochschule Bremen traf ich dann auf eine Gruppe in einem bundesweit einzigartigen künstlerischen Studiengang der integrierten Designausbildung. Zora Annabelle (gerade Mutter geworden), Anna Maria, Manuel und Kolja machen dort ihre Diplomabschlüsse bzw. haben sie gerade hinter sich.

Überzeugt haben sie mich aus mehreren Gründen: Als Gruppe sind sie schon längere Zeit zusammen, ihre Zusammensetzung ist heterogen, aber solidarisch, erprobt auch bei kleineren Aufträgen, die sie für Unternehmen bearbeiten bzw. bearbeitet haben.

Aus mehreren Gesprächen über ihren bisherigen Werdegang und aus den persönliche Eindrücken habe ich die Einschätzung gewonnen, dass sie fähig sind, Leistungsträger ihrer Generation zu werden – Leistungsträger in dem Sinn, dass sie den Willen haben, ihre Zeit prägend mit zu gestalten. Was dann den Ausschlag gab, war ihre herzerfrischende Neugier auf das, was arteFakt bis heute geworden ist, inhaltlich wie ökonomisch.

 

Unterstützung hat viel Facetten

Wenn ich, wie eingangs erwähnt, bei mir selbst nicht Lehrling sein möchte, dann wird das Projekt umso erfolgreicher sein können, je mehr arteFakt-Ansprechpartner und -partnerinnen Zora Annabelle, Anna Maria, Manuel und Kolja für ihre Aufgaben haben werden. Nur so können sie authentisch die Sicht der Erzeuger, der Verbraucher, der Netzwerkpartner und der Freunde zu arteFakt erfahren. Die Vielfalt der Sichtweisen bündelt sich ja nicht in meiner Person, sondern in dem „sozialen Organismus“, wie es Beuys genannt hat.

Weiterhin benötigen die Vier solidarische und kritische Ermunterung und ein Augenmerk darauf, dass sie bei ihrer Arbeit nicht für uns ältere Generation denken. Ihre Aufgabe ist es, etwas für ihre Zukunft zu entwerfen. Es ist mein – und, wenn Sie das Projekt unterstützen, auch Ihr – Anspruch, dass sie das stellvertretend für ihre Generation tun. So entsteht neben der attraktiven Herausforderung für sie auch eine erhebliche Bürde der Verantwortung. Die vier Beauftragten sehen und empfinden das auch so, was mich zuversichtlich gemacht hat, als ich sie auswählte.

Schauen Sie mal vorbei, bei den vier Bremerinnen und Bremern, in der arteFakt-Zukunftswerkstatt: www.artefakten.org