Vom Abfall zum Wertstoff – vom Olivenkern zur Grillkohle

Eine tolle Idee und ein tolles Produkt der Nachhaltigkeit aus Griechenland, damit dann zur Zeit aber auch ein Projekt der „Wirtschaftshilfe von unten“.

Die meisten Olivenkerne werden heute noch nicht verwertet sondern irgendwo in der Natur entsorgt, es ist aber nicht ganz neu sie auch für Heizzwecke zu verwenden. Der ausgepresste Oliventrester enthält noch wenige Prozent Olivenöl und wird daher von den Müllern an Betriebe abgegeben, die diese Ölreste mittels Lösemittel gewinnen, das sogenannte Tresteröl. Nebenbei fallen dann auch die, aus dem Mühlenprozess gebrochenen, Olivenkerne an. Zum Teil werden sie an die Müller zurück verkauft, die damit ihre Öfen zum Erwärmen des Wassers für die Mühle befeuern. Die EU fördert derzeit auch große Pilotanlagen zu direkten Trocknung des Tresters, also von Kern und Fruchtfleisch, als Energieträger eines nachwachsenden Rohstoffes. Der Preisvorteil gegenüber Heizöl ist beträchtlich, neben den Subventionen auch wegen der energetischen Leistung dieses Materials. Die Energiebilanz der Anlagen ist aber noch deutlich negativ und es ist nicht abzusehen, ob sich das ändern lässt. Forschungsansätze zeigen, dass die sekundären Pflanzenstoffe im Oliventrester eigentlich zu interessant sind, um sie nur zu verbrennen. Der Zukunft gehört wohl eine getrennte Verwertung von Olivenkernen und Fruchtfleisch, letzteres könnte auch zu hochwertigen Pflanzendüngern aufbereitet werden.

300.000 Tonnen Grillkohle werden jährlich in Deutschland verkauft –
davon 200.000 Tonnen aus Tropenhölzern

Nicht nur im Großen wird über den Trester nachgedacht, oft sind es die kleinen Tüftler, die interessante Lösungen entdecken. Hier war es die Aufgabe Kalk für das eigene Baugeschäft zu brennen. Holz war rar und teuer auf dem Peloponnes und Olivenkerne waren genug vorhanden und wurden weggeworfen, oft ins Meer geschüttet. Allein die rohen Kerne erzeugen nicht genug Hitze zum Brennen des Kalks und so tüftelte Großvater Kottaridi bis er mit einem speziellen Verfahren in einer Art Verkohlung zum Ziel kam. Sein Sohn führte das Baugeschäft weiter und kam dann auf die Idee als spin off auch Grillkohle daraus zumachen. Jürgen Fritz aus Frankfurt, mit einer Griechin verheiratet, hat in der Nachbarschaft ein Ferienhaus und als Marketingspezialist half er mit Rat und Tat. Ein europäisches Patent wurde angemeldet, die Produktion aufgenommen und ausgeweitet, abgesichert durch einen Hermeskredit. Ein erster Nachhaltigkeitspreis wurde verliehen und Minister Rösler hat auch schon mal vorbeigeschaut. Dann zog Hermes alle bereits zugesagten Kreditabsicherungen für Griechenland wieder zurück, der Vater verstarb unerwartet und seine drei jungen Töchter versuchen nun alles irgendwie zu halten und das junge Projekt der Grillkohle droht das Aus.

Jürgen Fritz hilft und engagiert sich, sprach in Deutschland Freunde und Bekannte an, um das abzuwenden und eine kurzfristige Liquidität zu mobilisieren. Der einfachste Weg dabei ist es die vorhandene „Grillkohle“ einfach in „Geldkohle“ zu verwandeln. Allein aus dem Nichts innerhalb von kurzer Zeit einen umfassenden Vertriebsweg dafür zu schaffen ist ein schwieriges Unterfangen und kann ohne solidarische Hilfe nicht gelingen. Der NABU konnte für eine Aktion gewonnen werden und auch OBI sagte eine kurzfristige Aktion zu. Wir möchten die Familie ebenfalls unterstützen und bieten Ihnen dazu ein Grillpaket zum Sonderpreis, mit dem Sie vielleicht bei einem der letzten schönen Tage im Herbst noch ein Mal eine Grillparty geben können.

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