Olivenölkampagne 2018

Veranstaltungs-Tipps für den Norden

Zwei anstehende, schöne Veranstaltungen bei Freuden in Bremen, bei denen auch wir dabei sein werden, und die wir Ihnen gerne empfehlen:

ÖkoregioMarkt im Blockland auf dem Biolandhof und Bio-Eiscafé Kaemena
am 19. August von 11-17 Uhr www.kaemena-blockland.de

Jubiläums-Hausmesse – 30 Jahre VivoLoVin und Bio-Weine mit 30 Biowinzern
am 31. August von 16-20 Uhr und am 1. September von 12-18 Uhr www.vivolovin.de

Berliner Staudenmarkt im Botanischen Garten

Am Samstag und Sonntag, den 1. und 2. September von 9-18 Uhr, wir sind wieder dabei. www.berliner-staudenmarkt.de

Termin vormerken:

GARTENdelikatESSEN“ am 30. September 2018 in Wilstedt
NEU: arteFakt in Kooperation mit dem Verein Genussland Bremen-Niedersachen e.V.

 

Rezepte aus der Aktion für Daheimgebliebene:

Risotto ist eine ebenso leckere wie einfach zu bereitende Speise mit so vielen Möglichkeiten an Varianten, dass sie nicht in einem Buch zusammengefasst werden können. Die Grundlage ist immer eine Risotto-Reissorte, die sich von anderem Reis durch einen höheren Anteil an Stärke auszeichnet. Beim Köcheln in der Flüssigkeit quellen die Reisekörner äußerlich an, durch häufiges Rühren wird die Stärke vom Reiskorn abgestreift und führt dann zu der sämigen oder schlotzigen Konsistenz des später fertigen Risotto. Die Reiskörner dürfen deshalb nie in zu viel Flüssigkeit schwimmen, damit sie sich beim Rühren immer gut aneinander reiben können. Ein Risotto ist fertig, wenn die Reiskörner, wie bei der Pasta, außen weich und innen noch al dente sind.   

Risotto mit Fisch und Blattspinat
und nativem Zitronen-Olivenöl

Zutaten für 4 Personen: 200-250g Risotto-Reis (zur Sorte ist man immer gut beraten bei www.reishunger.de), 4 Schalotten, 0,2l trockener Weißwein, ¾ l leichte Gemüsebrühe, 200g junger frischer Blattspinat, 100g weißer Porree, 200g fester weißer Fisch (Lachs geht immer, die bekannten Umweltprobleme durch Lachs- und auch Wildlachszucht könnten aber auch zu größerer Zurückhaltung animieren), natives Zitronen-Olivenöl, Rosa Beeren (falscher Pfeffer).

Zubereitung: Den Fisch im Stück ca. eine halbe Stunde vor Beginn des Zubereitens in ein Gefrierfach legen. Die Schalotten in feine Würfel schneiden. 100 ml natives Zitronen-Olivenöl in einen Topf mit größerem Durchmesser geben, den Reis zugeben und unter mehrmaligem Wenden zusammen auf mittlerer Hitzestufe erwärmen, dann die Schalotten zugeben und glasig schwitzen, dabei wiederholt den Reis wenden. Alles mit dem Weißwein ablöschen und dabei das Rühren beginnen. Hat der Reis den Wein aufgenommen und der Boden des Topfes dadurch trocken zu werden droht, wird einen ordentlichen Schuss der Brühe zugeben, so dass der Reis gerade bedeckt ist. Einen Moment ruhen lassen bis die Brühe langsam anfängt zu köcheln, dann den Reis wieder Rühren bis der Boden des Topfes wieder trocken wird. Vorgang solange wiederholen bis sich der al dente Garpunkt vom Reis nähert. In den Pausen des Zugießens der Brühe den Spinat waschen und bei Seite stellen, den weißen Teil des Porrees in sehr dünne Scheiben schneiden und bei Seite stellen. Als Letztes den angefrorenen Fisch aus dem Gefrierfach nehmen und mit einem sehr scharfen Messer in sehr dünne Scheiben schneiden.

Ist der al dente Garpunkt erreicht wird noch etwas Brühe zugeben und Spinat, Porree, Fisch und Rosa Beeren unter das Risotto gerührt, der Herd wird dabei bereits abgeschaltet. Auf dem Weg vom Herd zum Esstisch zieht der Fisch glasig und wird nicht trocken, Porree und Spinat bleiben knackig und frisch, so wird es ein leichter, frisch und aromatischer Risotto, unterstützt von der frischen Rettichschärfe der Rosa Beeren, dem als Topping nur noch etwas von dem nativen Zitronen-Olivenöl gegönnt werden kann. Keinesfalls sollte an ein Fisch- oder Meeresfrüchte-Risotto Käse gegeben werden.

 

Hülsenfrüchte alter Sorten sind wieder im Kommen …

Mit dem Trend der vegetarischen und veganen Ernährung und der Neugier von Teilen der jungen Generation am Ursprünglichen, geraten auch die alten und fast vergessenen Sorten der Hülsenfrüchte wieder in den Blick. In Vergessenheit sind sie geraten, weil sie sich kaum für eine intensive Landwirtschaft eignen und daher nicht mehr angebaut werden. Bei der umbrischen Lenticchie z.B. enthält jede Schote lediglich zwei Linsen und die Pflanze benötigt als Rankhilfe ein Wiesenumfeld mit größerer Pflanzenvielfalt, so dass sie mit ihnen später zusammen geschnitten, zu Heu getrocknet und dann gedroschen werden. Geschmacklich haben die früheren Sorten den Vorteil mit ihrem geringer ausgeprägten Anteil an Kohlenhydraten weniger mehlig zu sein und daher eher etwas nussig zu schmecken, was zum Vorteil gereicht, wenn davon kalte oder warme Salate zubereitet werden sollen.

Linsensalat arabisch

Zutaten für 4 Personen: 150g (ungekocht gewogen) umbrische Lenticchie, alternativ die Alb-Linse aus der Slow Food Arche des guten Geschmacks, 4 größere reife Gemüsetomaten, 1 gelbe Paprikaschote, 1 mittelgroße Salatgurke, 2 rote Zwiebeln, 1 Bund glatte Petersilie, 1 Bund Hemingway-Minze, 2-3  Knoblauchzehen, 4 EL Olivenöl No.13 – Andalusien, 1 TL Zitronensaft, 1 TL Kreuzkümmel, Salz

Zubereitung: Sowohl die Alb-Linse als auch die umbrische Lenticchie sind sehr alte Sorten, die nicht zuvor eingeweicht werden müssen, sie werden sogleich mit Wasser aufgesetzt und gekocht. Es ist hierbei darauf zu achten, dass sie nach dem sprudelnden Aufkochen recht bald al dente gar sind. Es ist hier wie bei Nudeln, frühzeitig (nach 5 Minuten) sollten Linsen zum Prüfen aus dem Wasser genommen werden, damit der al dente Garpunkt nicht überschritten wird und sie dann mehlig auseinander fallen. Die Linsen durch ein Sieb gießen und gleich mit kaltem Wasser abbrausen, bis das Wasser klar wird, abtropfen lassen und in eine Schüssel zum Abkühlen geben.

Die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden, die Tomaten vierteln und die Kerne entfernen und entsorgen, dann das Tomatenfruchtfleisch würfeln, ebenso die Paprikaschote von den Kernen befreien und in Würfel schneiden, dann die Gurke längs vierteln und die Kerne entfernen, anschließend die Gurke quer in Scheiben schneiden und alles zu den Linsen geben und unterheben.

Das Olivenöl, mit dem Zitronensaft und etwas Wasser in eine Tasse geben und Salz und das Kreuzkümmelpulver darin einrühren und abschmecken. Es muss etwas konzentriert überwürzt schmecken, weil es sich in der Salatmischung dann verdünnt.

Die gezupften Petersilien- und Minzeblätter nur grob zerschneiden und unter die noch trockene Salatmischung geben, sie verteilen sich dann besser und dann erst die Vinaigrette dazu fügen. Den Salat noch einige Zeit im Kühlschrank durchziehen und kalt werden lassen und erst dann servieren.

Tipp: Da es bisher noch kein Fleisch gab, würde hierzu in der Pfanne gebratene Hühnchenteile  passen und wer in Berlin wohnt, geht in die Markthalle 9 zu den dortigen „Tofu-Tussies“ und sucht sich eine ihrer unerreicht leckeren Tofu-Kreationen aus.

 

Auch unter der Erde geht es bunt zu …

Oft wird die orange Möhre für die ursprüngliche Sorte gehalten, dass es noch Möhren anderer Farbe gibt sieht man schon seit etwas längerer Zeit in manchen Gemüseregalen. Keineswegs handelt es sich dabei aber um gefärbte oder moderne Züchtungen. Die älteste, die Urmöhre, ist violett und die jüngste Sorte ist die von Niederländern gezüchtete in orange. Möhren waren früher Lagergemüse, sie wurden aus der Erde gezogen und sandig wie sie waren in eine Stroh- und Erdmiete gebettet. Auch nach Wochen waren sie dann noch feste Wurzeln. Warum werden sie dann heute, auch als Biomöhren, in Plastikbeuteln angeboten und warum werden sie schon nach kurzer Lagerzeit weich wie Gummi? Im Intensivanbau, den es auch für Bio-Gemüse gibt, werden die Gemüsefrüchte durch Düngerzugaben zu schnellem Wachstum angeregt, was sie große Fruchtzellen ausbilden lässt, die viel Wasser aufnehmen können, das sie nach der Ernte dann aber eben auch schnell wieder abgeben und damit auch an Stabilität verlieren. Im Plastikbeutel lässt sich das etwas länger konservieren. Im extensiven Anbau wird den Möhren mehr Zeit gegeben, sie wachsen langsamer und bilden dabei kleinere und kräftigere Fruchtzellen aus, mit einem geringeren Wassergehalt und einer größeren Anzahl an Ionen die sie aus dem Boden aufnehmen, die sich dann später zu Aromen ausbilden. Also schauen, wo es Möhren ohne Plastikbeutel gibt, aber Achtung einige Supermärkte lassen die in Plastik angelieferten Waren jetzt im „Hinterzimmer“ auspacken und unverpackt ins Regal legen. 

Gebackene bunte Möhren an Zuckererbsenpüree
mit nativem Lorber-Olivenöl oder glasiert mit nativem Ingwer-Olivenöl

Zutaten für 4 Personen: 800g bunte Möhren – weiß, gelb, orange, rot und violett, natives Ingwer-Olivenöl, 50g Butter, 3 EL Rohrzucker, Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, 500g TK Zuckererbsen, 100ml Gemüsebrühe, 1 Bund glatte Petersilie.

Zubereitung: Die Möhren mit dem Sparschäler schälen und je nach Größe halbieren und dann längs in Viertel schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backofenblech legen. Je nach Wahl des Olivenöls die Möhren damit bestreichen oder besprenkeln, leicht salzen und dann im Backofen bei 200°C Umluft ca. 45 Minuten backen und rösten lassen. Alle 15 Minuten können die Möhren dabei gewendet werden.

Die aufgetauten Tiefkühl-Zuckererbsen in eine hohe Schüssel geben und unter Zugabe von etwas schwacher Gemüsebrühe mit dem Zauberstab zu einem Püree zerkleinern. Die Blätter von den Petersilienstängeln zupfen und sie dann recht fein zerschneiden und unter das Püree rühren.

In der Zwischenzeit dürften die Möhren gar sein. In eine kleine Schüssel die zerlassene Butter mit 50ml nativem Ingwer-Olivenöl, etwas Wasser  und dem Rohrzucker gut verquirlen, dann über die Möhren geben und sie mehrmals darin wenden und noch einmal für 10 Minuten in die Ofenröhre schieben und zwischendurch noch einmal wenden.

Beim Servieren das Püree auf dem Teller glatt streichen und darauf die glasierten Möhren anrichten. Wird das native Lorber-Olivenöl gewählt, entfällt das Glasieren, die Möhren werden in diesem Fall nach dem Anrichten noch mit dem nativen Lorber-Olivenöl besprenkelt, mit etwas Pfeffer gewürzt und es passt dazu gut die Möhren noch mit Sonnenblumenkernen zu überstreuen. Das native Lorber-Olivenöl wird aus frischen, grünen Lorberblättern, zusammen mit erntefrischen Oliven, hergestellt und weist daher nicht das erwartete Aroma der getrockneten Würzblätter auf, sondern hat ein sehr sattes, grünes, eher etwas kräuterhaftes Aroma und passt daher gut zu geschmortem oder gebackenem Gemüse.

 

Griechische oder italienische Porree-Variation
vom grünen Teil des Porrees mit Olivenöl No.27 – Messenien (GR) oder Olivenöl No.7 – Apulien (I)

Besonders der grüne Teil des Porrees eignet sich geschmacklich gut als eigenständiges Schmorgemüse, ist darüber hinaus auch der gesündere Teil, reich an Vitamin C, mineralischen Inhaltstoffen und phenolischen Verbindungen, die antioxidierend wirken, trotzdem wird er immer noch oft als Abfall der Pflanze betrachtet, weggeschnitten und entsorgt. Der weiße und der grüne Teil fallen geschmacklich recht weit auseinander und es bedarf daher auch verschiedener Rezepturen, um sie jeweils zur Geltung zu bringen und sie dabei auch in den Mittelpunkt der Speise zu rücken. Porree kann mehr als zwiebliges Suppengemüse sein, wobei der weiße Teil eher die lieblichen und auch süßlichen „Mitspieler“ wie Zucchini, Broccoli,  Kohlrabi oder Birne und Orange liebt und der grüne Teil sich auch bei würzigen „Gegenspielern“ wie in den folgenden Rezepten gut behauptet.     

Griechische Variante mit Skordalia

Zutaten Porree für 4 Personen: 2 Porreestangen, 2 Sardellen (ersatzweise 2 EL Sojasauce), 1 Knoblauchzehe, 8 Cocktailtomaten, 50g Sonnenblumenkerne (fettfrei geröstet), 150-200g Fetakäse, grobes Meersalz, trockener Weißwein (Roditis von Repanis – Korinth), Gemüsebrühe, Olivenöl No.27

Zutaten Skordalia für 4 Personen: 4 mittelgroße festkochende Kartoffeln, 2-4 Knoblauchzehen, Saft einer halben Zitrone, grobes Meersalz, Olivenöl No.27

Zubereitung Skordalia: Die Kartoffeln ungeschält in Salzwasser sehr weich kochen, abschrecken, dann pellen und in eine feste Schüssel mit höherem Rand geben und die Kartoffeln darin mit einer Gabel zerdrücken. Die Knoblauchzehen ebenfalls pellen und dann durch eine Knoblauchpresse zerkleinert zu den Kartoffeln geben, etwas von dem körnigen Meersalz dazu und den Saft der halben Zitrone. Alles mit  einem ordentlichen Schuss des Olivenöls übergießen und dann mit der Gabel alles zu einem geschmeidigen Püree zerdrücken und aufrühren, eventuell noch etwas von dem Olivenöl dafür nachgeben. Skordalia schmeckt kalt, lauwarm und warm, es sollte hier zuerst zubereitet werden.

Zubereitung Porree: In einer Pfanne die Sonnenblumenkerne fettfrei rösten, sie entnehmen und zur Seite stellen.  Den grünen Teil des Porrees gut unter fließendem Wasser waschen, um eventuelle Sandreste zu entfernen, ihn dann in Ringe schneiden von der Dicke eines kleinen Fingers. Die Tomaten waschen und vierteln. Den Feta mit den Händen grob zerbröseln. Bei mittlerer Hitze 3 EL von dem Olivenöl in eine größere Pfanne geben und die gepellte Knoblauchzehe und die Sardellen (oder die Sojasauce) zufügen. Wenn die Knoblauchzehe gebräunt ist, sie entnehmen, bis dahin werden sich die Sardellen aufgelöst haben. Den Porree in die Pfanne zugeben und unter mehrmaligen Wenden anschwitzen und nur kurz al dente schmoren, dann mit etwas von dem Weißwein ablöschen, kurz „verdampfen“ lassen und etwas Brühe angießen, alles passiert bei gleichbleibender mittlerer Hitze. Dann die Tomatenviertel unter den Porree ziehen, sie kurz warm werden lassen und alles mit groben Meersalz und den Sonnenblumenkernen überstreuen, in eine Schüssel geben und mit dem gebröckeltem Feta überstreuen. Auf den Teller ein nicht zu dickes „Bett“ aus dem Skordalia streichen, das Porreegemüse darauf geben und noch mit Olivenöl besprenkeln.

Italienische Variante mit Kichererbsen

Zutaten Porree für 4 Personen: 2 Porreestangen, 2 Sardellen (ersatzweise 2 EL Sojasauce), 1 Knoblauchzehe, 8 Cocktailtomaten, 50g Pinienkerne (fettfrei geröstet), 100g geraspelte Flocken Parmesankäse, grobes Meersalz, trockener Weißwein (Grillo von Di Giovanna – Sizilien), Gemüsebrühe, Olivenöl No. 7

Die Zubereitung erfolgt analog der griechischen Variante. Die als Beilage gedachten Kichererbsen können hier auch mal aus der Konserve kommen (1 Dose reicht), sie werden dann in dem Konservenwasser in einer Kasserolle kurz erwärmt, das Wasser abgegossen und die Erbsen dann vor der Zugabe der Tomaten unter das Porreegemüse gezogen. Der Parmesankäse wird hierbei aber erst über die servierten Portionen gestreut, damit er nicht vorher zu schmelzen beginnt. Auch hier wird als Topping noch etwas Olivenöl darüber gegeben.

 

Frittata

In Erwartung der angekündigten neuerlichen Hitzetage habe ich mich für diese Art eines italienisches Omeletts entschieden, das in vielfältigsten Variationen kalt und warm, als Vor- und Hauptspeise oder zum Naschen beim Weintrinken serviert werden kann, eigentlich kann es bei jeder Gelegenheit  gegessen werden. Die Zubereitung ist super einfach, die Zeit dafür kurz bemessen und die Frittata kann gut einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, wenn sie schon am Abend für den nächsten Tag zubereitet oder nicht alles aufgegessen wird. Da bei der Hitze nicht gern allzu würzig und kräftig gegessen wird, stelle ich eine Frittata mit sehr feiner geschmacklichen Note vor.

Zucchini-Lauch-Käse-Frittata
mit zwei elegant aromatischen Olivenölen,
dem Olivenöl No.2 von Sizilien oder dem nativen Wildfenchel-Olivenöl

Zutaten für 2-3 Personen: 1 größere Porreestange, 1 Zucchini mittlerer Größe, 3 Eier, 1 Bund glatte Petersilie, 100g geriebener Pecorino-Käse, Salz, Pfeffer und Olivenöl No.2 oder natives Wildfenchel-Olivenöl

Zubereitung: Von der Porreestange nur den weißen bis zum leicht gelblich übergehenden Teil verwenden (zur Verwendung des grünen Teils gibt es morgen ein Rezept), diesen in dünne Ringe schneiden und in eine Schüssel geben. Die Zucchini längs vierteln und dann mit dem Sparschäler längs in dünne Scheiben schneiden und zu dem Porree in die Schüssel geben, gut vermengen und zusammen in einer Pfanne mit höherem Rand bei mittlerer Hitze und mehrmaligem wenden in etwas Olivenöl nur al dente schmoren lassen, dann in die Schüssel zurück geben und abkühlen lassen.

Von den Petersilienstängeln die Blätter abzupfen und diese nur grob zerschneiden. Den Pecorino käse fein reiben. Die Eier aufschlagen, leicht verquirlen und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen, dann den Pecorinokäse und die Petersilie unterrühren. Die Eimasse in die Schüssel über Zucchini und Porree gießen und gut miteinander vermengen.

In die Pfanne ca. 2 EL des Olivenöls geben und die kurz zuvor noch einmal aufgerührte Eimasse bei geringer Hitze in die Pfanne geben, mit einem Gummischaber die Oberfläche glatt streichen und alles ca. 15 Minuten stocken lassen. Nach 5 bis 6 Minuten mit einem nicht zu scharfen Messer vorsichtig den äußeren Rand der Frittata von der Pfanne lösen und die Pfanne dann etwas schütteln. Hat sich noch flüssiges Ei auf der Oberfläche angesammelt, kann es dadurch zum Rand fließen und  schneller zum Stocken kommen. Wenn sich beim Schütteln der Pfanne die Frittata darin bewegt, hat sich eine leichte Röstung ergeben, die den Boden von der Pfanne lösen lässt, ein Zeichen, dass die Frittata fertig sein könnte. Mit einem Messer dann in die Frittata stechen, es dabei leicht zur Seite drücken und schauen ob auch im Inneren alles gestockt ist. Die Frittata wird dann auf eine Platte gestürzt und sofort gegessen oder etwas abgekühlt und dann in den Kühlschrank gestellt.

Beim Servieren wird die Frittata noch mit etwas Olivenöl beträufelt und ein einfacher grüner Blattsalat passt noch gut als Begleitung dazu.

Alternativ mit nativem Wildfenchel-Olivenöl

Das native Wildfenchel-Olivenöl von Kreta hat wenig mit der geschmacklichen Vorstellung der Fenchelknolle zu tun, es zeichnet sich durch sehr feine Anisnoten aus. Da Wildfenchel nur eine Wurzel und keine Knolle ausbildet, sind es die jungen Farnwedel, die den Oliven in der Mühle zugefügt werden. Im Aufschluss der Olivenmaische im Malaxeur betten sich die ätherischen Öle der Farne in das Olivenöl ein und bleiben auch nach dem Trennvorgang im Dekanter, der Wasser, Olivenfruchtfeststoffe und Öl voneinander trennt, darin enthalten. Dieser Vorgang der natürlichen Aromatisierung wird als „nativ“ bezeichnet. Da Wildfenchel sich nicht gärtnern lässt, sondern sich nur in einer Spontanvegetation vermehrt, streift im kretischen Skinokapsala zur Olivenernte das halbe Dorf durch die Berge des Triptisgebirges auf der Suche nach den ersten wieder herauswachsenden Farnen. Fünfundachtzig Kilogramm der jungen Farnwedel müssen gesammelt werden um daraus 500 Liter natives Wildfenchel-Olivenöl herstellen zu können. Eine Mühe, die die Oliviers Edith und Ioannis Fronimakis wohl bisher vor Nachahmern geschützt hat, so ist es in mehrfacher Hinsicht ein einzigartiges Olivenöl auf der Welt.

 

Gazpacho – kalte andalusische Gemüsesuppe
mit Olivenöl No.13 – Andalusien

Anhaltende mediterrane Sommertemperaturen lassen erkennen, warum in diesen Ländern die tägliche Arbeitszeit um 12.30 Uhr endet und erst um 17.00 Uhr wieder aufgenommen wird, und dies kein Ausdruck von „Faulheit“ ist. Auch macht es Sinn bei diesen Temperaturen beim Essen auf mediterrane Erfahrungen zurückzugreifen. In meiner Kindheit bereitete meine Mutter an heißen Tagen oft eine Fruchtkaltschale zum Mittagessen, was aus der Mode gekommen ist. In Andalusien gibt es das als leckere  Gemüsevariante, die ebenfalls mit wenig Aufwand zubereitet werden kann. Da diese ungekochte Gemüsesuppe kalt serviert wird, kann sie gut einen Abend zuvor bereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden.        

Gazpacho

Zutaten für 4-6 Personen: 4-5 reife Gemüsetomaten, 1 rote Zwiebel, 1 Salatgurke, 1 gelbe oder grüne Paprikaschote, 1 rote Paprikaschote, 1 Knoblauchzehe, 500ml Tomatensaft, 1/2  TL Zucker, Salz und Pfeffer, 3-4 EL Olivenöl No.13, 2 EL Condimento (weißer Balsamico) oder 1 EL Zitronensaft, ½ TL süßes Paprikapulver, Kräuter nach Belieben, gern auch als mediterranes Mix oder aus Minze und Petersilie.

Zubereitung: Die Tomaten in der Spitze mit einem scharfen Messer kreuzweise einschneiden und mit kochendem Wasser überbrühen. Etwas ziehen lasse und dann die Haut abziehen. Die Tomaten dann vierteln, den Blütenansatz herausschneiden und mit einem Teelöffel die Kerne herausschaben und bei Seite stellen. Das Tomatenfruchtfleisch in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel mit hohem Rand geben.

Die Gurke längs vierteln und mit dem Teelöffel ebenfalls die Kerne herausschaben und zu den Tomatenkernen geben. Die Gurke dann ebenfalls klein würfeln und in die Schüssel geben.

Die Paprikaschoten entkernen, in kleine Würfel schneiden und in die Schüssel geben.

Den Tomatensaft und die Knoblauchzehe zu den Tomaten- und Gurkenkernen geben und mit dem Zauberstab alles fein pürieren. Dann den Zucker, das Paprikapulver, Salz und frisch gemahlenen Pfeffer, Condimento oder Zitronensaft und das Olivenöl zugeben und mit einem Schneebesen alles gut aufschlagen und abschmecken und im Kühlschrank kalt stellen, ebenfalls die Schüssel mit den Gemüsewürfeln.

Kurz vor dem Servieren werden die Gemüsewürfel und auch die frisch gehackten Kräuter  der Tomatensauce zugegeben, dann alles gut verrührt und noch einmal abgeschmeckt. Wem es gefällt, der fügt noch eine in feine Streifen geschnittene Peperoncino hinzu.

Garnitur & Topping

Von Weiß- oder Toastbrotscheiben die Rinde abschneiden und die Scheiben dann in Würfel schneiden, diese gut mit Olivenöl benetzen und auf einem Backblech bei 180°C für 10 bis 15 Minuten rösten, was auch in der Pfanne bei mittlerer Hitze etwas schneller gelingt, aber mehr Aufmerksamkeit erfordert, damit sie nicht schwarz werden. Die Croutons werden dann auf dem Teller über das Gazpacho gegeben und noch etwas von dem Olivenöl darüber geträufelt.

 

Blumenkohl mal roh als Salat

In unseren Breiten werden beide Kohlsorten zumeist gegart als warme Gemüsebeilage verwendet, sie eignen sich aber auch gut für die  Zubereitung von Rohkostspeisen. Mit einem sehr geringen Gehalt an Kohlen-hydraten und Fetten ist Blumenkohl arm an Kalorien, aber reich an Kalzium, Magnesium, Eisen und den ABCD-Vitaminen und damit gut für eine leichte und bekömmliche Sommerküche geeignet.     

Blumenkohl mit nativem Basilikum-Olivenöl

Zutaten Salat für 4 Personen: 250g Blumenkohl, 150g Rettich oder Radieschen, 150g grüner Spargel oder TK-Zuckererbsen, 150g orangefarbene Möhren, Schalotte, schwarze Farga-Oliven, natives Basilikum-Olivenöl (alternativ passen auch das Olivenöl No.2 – Sizilien oder das Olivenöl No.3 – Kalabrien dazu, es werden dann frische Basilikum-Blätter zugegeben, sie erreichen aber nicht die Aromakraft des nativen Basilikum-Olivenöls)

Zutaten für Dressing: eine rosa-violette Schalotte, ein Teil Condimento (weißer Balsamico), 4 Teile natives Basilikum-Olivenöl, 1 TL Dijonsenf, grobkörniges Urmeersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer,

Zubereitung Salat: Den Blumenkohl waschen, trocken schütteln und in kleine Röschen zerpflücken und diese jeweils dicht über dem Stilansatz abschneiden. Den grünen Spargel roh mit dem Sparschäler in lange, dünne Streifen schneiden, ebenso die Möhren und den Rettich, dann unter die Blumenkohlröschen mischen. Alternativ die Radieschen in dünne Scheiben hobeln und die TK Zuckererbsen kurz in kochendem Wasser blanchieren und anschließend unter kaltem Wasser abbrausen, dann beides zu den Blumenkohlröschen geben.

Zubereitung Vinaigrette: 4 Teile des nativen Basilikum-Olivenöls in eine Schüssel geben, dann 1 Teil des Condimento und 1 TL vom Dijon-Senf, darauf „einen Schluck“ Wasser und alles mit dem Schneebesen gut durchschlagen zu einer „sämigen“ Sauce, dann die in feine Würfelgeschnittene Schalotte unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Vinaigrette etwas ziehen lassen, dann erneut aufschlagen und über den Salat geben und ihn damit gut benetzen. Die Farga Oliven als Garnitur darüber streuen.

Tipp: Als Sättigungsbeilage passen dazu gut nicht zu hart gekochte Eier mit geschnittenen Röllchen der Winterheckenzwiebel oder des Grün der Frühlingszwiebel darüber gestreut.

 

artefakt-Katalog 2016Unser Basiskatalog

Aus ökonomischen und ökologischen Gründen wird der Basis-Katalog wieder für drei Jahre gültig sein. Unterstützen Sie bitte diese Sparmaßnahme und heben ihn auf. Sollte er ihnen dennoch mal abhanden kommen oder Sie ihn an Freunde weitergeben wollen, senden wir Ihnen natürlich ein weiteres Exemplar zu. Sie können den Basiskatalog hier auch als PDF lesen.

Als Liebhaber der alten Lesekultur, mit der sinnlichen Komponente des Blätterns von raschelndem Papier neben der inhaltlichen Herleitung, Ausführung und Absicherung von Argumenten, sind unsere Printmedien immer noch die wichtigste Informationsquelle über uns, unsere Arbeit, unser Zusammenwirken und über Aktuelles zum Start der Olivenölkampagne.  Wenn Sie neu bei arteFakt sind bestellen Sie sich dazu das Info-Starter-Set, vorab können Sie auch schon einen Blicke die Zeitung „Auskünfte“ hier als PDF werfen.

Öffnungszeiten in Wilstedt

Vielleicht sind auch Sie mal in unserer Nähe, dann freuen wir uns über Ihren Besuch. In unserem kleinen Laden können Sie alle Olivenöle erwerben und sie aber auch vorher probieren und sich beraten lassen. Montags bis freitags ist der Hofladen von 8.30 – 16.30 Uhr geöffnet. Sollten Sie außerhalb dieser Zeiten vorbei kommen wollen, rufen Sie vorher an, wir können uns dann verabreden.  27412 Wilstedt – Am Bogen 5, Tel.: 04283-981317

 

Marktcheck deckt auf – Das Geschäft mit Olivenöl

schwindel

Halten Öle aus dem Supermarkt, was die Aufschrift verspricht? – Woran erkenne ich ein gutes Olivenöl? – Warum kann ein Olivenöl nicht nur 3,99 € kosten? – Was macht den Betrug möglich?
Ein SWR Reporter geht auf Spurensuche und zeigt, wie bei angeblich hochwertigen Olivenölen gepanscht wird und klärt dabei einige Fragen, die sich sicher schon viele von uns gestellt haben.
Interviewt werden unter anderem auch unsere langjährigen Partner Adriano und Andreas März aus der Toscana/ Italien, die für uns das tolle Olivenöl No. 9 produzieren sowie Josep Maria Mallafré aus Katalonien/ Spanien, Produzent der wunderbar nussigen No. 11.

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